Ransomware ist kein Hollywood-Thema. Für KMU reicht oft ein Klick, zu weitreichende Rechte und ein Backup, das auf demselben System liegt wie die Produktion. Vorsorge heißt: jemand trägt den technischen Schutz, du weißt, wen du im Ernstfall anrufst.
Was im Ernstfall zählt
Stell dir den Montag vor, an dem Dateien verschlüsselt sind und jemand Lösegeld fordert. Dann brauchst du wiederherstellbare Backups, wenige Menschen mit Vollzugriff, aktuelle Systeme, Schutz auf E-Mail und Geräten, und eine Nummer: IT-Partner, Versicherung, Anwalt. Das baut und prüft der Betrieb. Du stellst sicher, dass es einen Vertragspartner gibt, der das liefert, und dass du nicht erst im Chaos nach Zuständigkeiten suchst.
Backup: deine eine Cheffrage
Technik und Tests macht der Partner. Von dir reicht oft: Wann war der letzte erfolgreiche Wiederherstellungstest, den du schriftlich und verständlich bestätigt bekommen hast? Wenn die Antwort schwammig ist, ist das das eigentliche Risiko.
Mehr dazu: Backup testen, Backup & Recovery.
Was du vom Partner erwarten darfst
Eine ehrliche Einordnung ohne Buzzwords: Welche Systeme stoppen Umsatz oder Produktion, wenn sie weg sind? Wie alt ist das letzte erfolgreiche Restore? Wer hat weitreichende Rechte? Gibt es private Geräte mit Firmenzugang ohne Schutz?
Du musst keine Technikdetails kennen. Du solltest Antworten bekommen, die du verstehst, und Lücken sehen, bevor ein Angreifer sie nutzt. Dafür reicht ein regelmäßiges Gespräch oder eine Erstanalyse, nicht deine eigene Inventur.
Weiter: Disaster Recovery, Endpoint Security, IT Security.
Häufige Fragen
Zahlt die Versicherung immer?
Nicht automatisch. Oft werden Grundschutz und Backup-Nachweise erwartet. Das klärst du mit Versicherung und Partner, nicht allein aus Technikwissen.
Hilft nur Antivirus?
Nein. Rechte, Backup und Updates gehören in den laufenden Betrieb. Deine Rolle ist, dass jemand dafür verantwortlich ist.